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Die 10 besten Rollenspiele für Einsteiger
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Die 10 besten Rollenspiele für Einsteiger

Kein Durchblick im RPG-Dschungel? Diese Spiele holen euch sanft ins Genre – und machen sofort süchtig.

Sebastian KrausVon Sebastian Kraus10 Min. Lesezeit

Mal ehrlich: Wer zum ersten Mal in einen Spieleladen geht – oder durch den Steam-Shop scrollt – und die Kategorie „Rollenspiele" aufruft, fühlt sich schnell wie jemand, der ohne Karte in einem fremden Land gestrandet ist. Hunderte Stunden Spielzeit, kryptische Statuswerte, Skilltrees so groß wie Familienstammbäume. Kein Wunder, dass viele einfach weiterscrollen.

Warum RPGs einschüchternd wirken – und warum das ein Mythos ist

Das Vorurteil ist hartnäckig: RPGs sind was für Leute, die früher Dungeons & Dragons gespielt haben und heute noch Tabellenkalkulationen als Hobby betreiben. Komplexe Kampfsysteme, endlose Menüs, Lore-Texte, die aussehen wie Doktorarbeiten – das schreckt ab, bevor man überhaupt die erste Quest angenommen hat.

Aber hier kommt die gute Nachricht: Das stimmt so einfach nicht mehr. Zumindest nicht pauschal.

Die letzten zehn Jahre haben das Genre grundlegend verändert. Entwickler haben verstanden, dass ein gutes Rollenspiel nicht zwingend voraussetzt, dass man 200 Stunden Freizeit und einen Informatikabschluss mitbringt. Moderne RPGs führen euch bei der Hand – ohne dabei bevormundend zu wirken. Sie erklären, was ihr wissen müsst, und lassen euch den Rest selbst entdecken.

Dieser Artikel ist für alle, die endlich wissen wollen, worum der ganze Hype geht. Die zehn Spiele auf dieser Liste wurden nach vier klaren Kriterien ausgewählt: Zugänglichkeit, Einsteigerfreundlichkeit, Suchtpotenzial und Verfügbarkeit. Kein Titel hier verlangt Vorwissen. Alle machen von der ersten Stunde an Spaß.


Was macht ein gutes Einsteiger-RPG aus?

Bevor wir in die Liste springen, kurz zur Theorie – versprochen, nur kurz.

Ein RPG für Einsteiger muss nicht simpel sein. Es muss zugänglich sein. Das ist ein wichtiger Unterschied. Die besten Einstiegsspiele erklären ihre Mechaniken organisch, also während ihr spielt, statt euch in einem 45-minütigen Tutorial zu vergraben, bevor ihr überhaupt eine Waffe in der Hand hattet.

Dazu kommt eine Story, die auch ohne Genre-Vorwissen funktioniert. Ihr müsst nicht wissen, was ein Lich ist oder warum Elfen und Zwerge sich traditionell nicht mögen. Das beste RPG erklärt seine Welt so, dass Neulinge mitgenommen werden, ohne dass Veteranen sich gelangweilt fühlen.

Wichtig ist außerdem ein sanfter Schwierigkeitsanstieg. Die ersten Stunden sollten kein Frustfest sein. Ihr lernt die Systeme kennen, während das Spiel euch langsam mehr zutraut – nicht umgekehrt.

Und dann ist da noch das Thema Zeit. Nicht jeder kann oder will vier Stunden am Stück zocken. Gute Einsteiger-RPGs funktionieren auch in kürzeren Sessions. Kein Zwang zum Marathon.

Das Schöne: Wer mehr will, bekommt mehr. Die optionale Tiefe ist immer da – für alle, die irgendwann tiefer einsteigen wollen.


Die 10 besten Rollenspiele für Einsteiger – unsere Empfehlungen

Platz 1: The Witcher 3 – Wild Hunt

Ja, natürlich. Der Klassiker unter den Klassikern, und das aus gutem Grund.

The Witcher 3 ist vielleicht das beste Beispiel dafür, wie ein riesiges, komplexes RPG trotzdem sofort zugänglich sein kann. Ihr spielt Geralt von Riva, einen Monsterjäger mit grauem Haar und noch grauerer Vergangenheit, der durch eine riesige offene Welt reist. Die Story ist erwachsen, politisch und manchmal moralisch unbequem – und genau das macht sie so fesselnd.

Was The Witcher 3 für Einsteiger ideal macht: Das Spiel erklärt euch alles, was ihr braucht, ohne euch zu erschlagen. Die Queststruktur ist klar, die Karte übersichtlich, und selbst auf normalem Schwierigkeitsgrad ist es kein Frustfest. Obendrauf gibt es zwei der besten DLCs in der Geschichte des Genres: Hearts of Stone und Blood and Wine.

Plattformen: PC, PS4/5, Xbox One/Series, Switch
Spielzeit: 50–150 Stunden (je nach Gründlichkeit)
Warum Einsteiger: Klare Struktur, tolle Story, kaum Einstiegshürde


Platz 2: Pokémon Karmesin / Purpur

Lacht nicht. Pokémon ist eines der erfolgreichsten Rollenspiel-Franchises der Welt – und das nicht ohne Grund.

Die Grundformel ist seit Jahrzehnten dieselbe: Ihr fangt kleine Monster, trainiert sie, kämpft gegen andere Trainer und werdet irgendwann Champ. Simpel in der Theorie, erstaunlich tief in der Praxis. Wer will, kann stundenlang über optimale EV-Verteilungen nachdenken. Wer nicht will, spielt einfach durch und hat trotzdem eine gute Zeit.

Karmesin und Purpur sind die aktuellsten Hauptteile und bringen erstmals eine wirklich offene Welt ins Franchise. Technisch nicht makellos – das ist bekannt – aber als Einstieg ins RPG-Genre funktionieren sie tadellos.

Plattformen: Nintendo Switch
Spielzeit: 25–40 Stunden (Hauptstory)
Warum Einsteiger: Niedrigschwellig, intuitiv, für jedes Alter geeignet


Platz 3: Stardew Valley

Stardew Valley ist streng genommen ein Farming-Sim. Aber wer das Spiel gespielt hat, weiß: Es ist so viel mehr.

Ihr erbt eine alte Farm, zieht aufs Land, baut Gemüse an, macht Freundschaften, heiratet vielleicht jemanden aus dem Dorf – und erkundet nebenbei Minen voller Monster und Geheimnisse. Das RPG-Element ist sanft, fast beiläufig. Genau das macht Stardew Valley so perfekt für Einsteiger, die nicht sofort mit Kampfsystemen konfrontiert werden wollen.

Das Spiel hat keinen Druck. Keine Game-Over-Bildschirme, keine unschaffbaren Bosse. Es ist das Gaming-Äquivalent eines entspannten Sonntagnachmittags – und trotzdem kriegt man es kaum weg vom Bildschirm.

Plattformen: PC, PS4/5, Xbox, Switch, Mobile
Spielzeit: 50–100+ Stunden
Warum Einsteiger: Kein Kampfdruck, entspanntes Tempo, riesiger Suchtfaktor


Platz 4: Dragon Age: Origins

Dragon Age: Origins ist älter – erschienen 2009 – aber es hat die Zahn der Zeit erstaunlich gut überstanden. Und für alle, die wissen wollen, wie ein klassisches Fantasy-RPG funktioniert, gibt es kaum einen besseren Einstieg.

Das Spiel wirft euch in eine düstere Fantasywelt, in der eine uralte Bedrohung – die sogenannte Verderbnis – das Land überzieht. Ihr wählt einen Ursprung für euren Charakter, der die ersten Spielstunden komplett verändert, und kämpft euch durch eine Geschichte voller politischer Intrigen, moralischer Entscheidungen und unvergesslicher Begleiter.

Das Kampfsystem ist taktisch, aber lernbar. Und die Story gehört bis heute zu den besten, die das Genre zu bieten hat.

Plattformen: PC (über EA App / Steam)
Spielzeit: 40–80 Stunden
Warum Einsteiger: Erzählerisch stark, guter Einstieg ins klassische Fantasy-RPG


Platz 5: Divinity: Original Sin 2

Jetzt wird's etwas anspruchsvoller – aber mit einem Trick, der alles leichter macht: Koop.

Divinity: Original Sin 2 ist ein rundenbasiertes RPG, das auf den ersten Blick komplex wirkt. Und ja, es ist komplex. Aber wenn ihr es mit einem Freund oder einer Freundin zusammen spielt, passiert etwas Magisches: Ihr erklärt euch gegenseitig, was ihr entdeckt. Ihr lacht über eure Fehler. Ihr experimentiert gemeinsam.

Das Spiel lässt euch Charaktere mit völlig unterschiedlichen Fähigkeiten bauen, bietet eine Geschichte mit echter Entscheidungsfreiheit und belohnt kreatives Denken. Wer Taktik mag und einen Mitspieler hat, findet hier eines der besten RPGs überhaupt.

Plattformen: PC, PS4, Xbox One
Spielzeit: 60–100 Stunden
Warum Einsteiger: Koop-Modus senkt die Hemmschwelle enorm


Platz 6: Final Fantasy XVI

Final Fantasy XVI ist das, was passiert, wenn ein RPG-Studio sagt: „Wir machen das jetzt wie ein Actionfilm."

Das Ergebnis ist ein Spiel mit filmreifen Zwischensequenzen, spektakulären Bosskämpfen und einer Geschichte, die sich anfühlt wie Game of Thrones mit Magie. Das Kampfsystem ist actionlastig und intuitiv – kein Rumfummeln an Statuswerten, kein stundenlanger Aufbau. Ihr springt rein und kämpft.

Für Story-Fans, die bisher mit RPGs nichts anfangen konnten, weil sie die Mechaniken zu trocken fanden, ist Final Fantasy XVI eine Offenbarung. Es fühlt sich eher wie ein interaktives Epos an als wie ein klassisches Rollenspiel.

Plattformen: PS5, PC
Spielzeit: 35–50 Stunden
Warum Einsteiger: Actionlastig, filmreife Inszenierung, ideal für Story-Fans


Platz 7: Baldur's Gate 3

Baldur's Gate 3 hat letztes Jahr das Internet in Brand gesteckt – und das völlig zurecht.

Das Spiel basiert auf den Regeln von Dungeons & Dragons 5th Edition, was auf dem Papier nach einer Steilkurve klingt. In der Praxis erklärt Baldur's Gate 3 seine Regeln aber so gut, dass auch absolute D&D-Neulinge schnell reinkommen. Und die Geschichte – voller Entscheidungen, Überraschungen und unvergesslicher Charaktere – ist schlicht eine der besten, die das Medium je gesehen hat.

Auch hier gilt: Mit Freunden wird's nochmal besser. Der Koop-Modus für bis zu vier Spieler ist einer der Highlights des Spiels.

Plattformen: PC, PS5, Xbox Series
Spielzeit: 80–150 Stunden
Warum Einsteiger: Gut erklärt, mit Freunden ideal, Story auf absolutem Top-Niveau


Platz 8: Undertale

Undertale ist klein, günstig und eines der eigenartigsten Spiele, die ihr je spielen werdet. Das meinen wir als Kompliment.

Das Indie-RPG von 2015 sieht aus wie ein altes NES-Spiel, denkt aber wie ein modernes Meisterwerk. Die Prämisse: Ihr seid ein Kind, das in eine unterirdische Welt voller Monster gefallen ist. Und ihr müsst euch entscheiden – kämpfen oder reden? Das Spiel belohnt Mitgefühl auf eine Art, die ihr so noch nicht erlebt habt.

Undertale dauert keine zehn Stunden, kostet um die zehn Euro und hinterlässt einen Eindruck, der wochenlang bleibt. Perfekter Einstieg für alle, die RPGs erst einmal in klein ausprobieren wollen.

Plattformen: PC, Switch, PS4
Spielzeit: 6–10 Stunden
Warum Einsteiger: Kurz, günstig, einzigartig – kein Vorwissen nötig


Platz 9: Monster Hunter: World

Monster Hunter: World ist das Spiel, das eine ganze Generation von Nicht-Monster-Hunter-Fans in Monster-Hunter-Fans verwandelt hat.

Vorher war die Serie ein Nischenprodukt mit steiler Lernkurve. World hat das geändert. Das Spiel erklärt seine Systeme besser als alle Vorgänger, sieht fantastisch aus und hat einen Gameplay-Loop, der so befriedigend ist, dass man kaum aufhören kann. Ihr jagt Monster, baut aus deren Materialien neue Ausrüstung, jagt damit größere Monster – simpel in der Theorie, endlos in der Praxis.

Plattformen: PC, PS4, Xbox One
Spielzeit: 50–200+ Stunden
Warum Einsteiger: Zugänglichster Einstieg in die Serie, süchtig machender Loop


Platz 10: Elden Ring

Ja, Elden Ring. Auf einer Einsteigerliste.

Hört uns kurz zu. Elden Ring ist das härteste Spiel auf dieser Liste – keine Frage. Die Souls-Formel von FromSoftware ist berüchtigt dafür, keine Gnade zu kennen. Aber Elden Ring ist gleichzeitig das zugänglichste Spiel dieser Reihe. Die offene Welt erlaubt es euch, euren eigenen Weg zu gehen, schwächere Gebiete zuerst zu erkunden und euch in eurem eigenen Tempo zu verbessern.

Und wenn ihr den ersten schweren Boss besiegt habt? Dieses Gefühl. Ihr werdet es verstehen.

Plattformen: PC, PS4/5, Xbox One/Series
Spielzeit: 60–150 Stunden
Warum Einsteiger: Für mutige Neulinge – herausfordernd, aber unglaublich belohnend


Welches RPG passt zu welchem Spielertyp?

Nicht jedes Spiel auf dieser Liste passt zu jedem. Hier ein schneller Überblick:

SpielertypEmpfehlung
Story-LiebhaberThe Witcher 3, Final Fantasy XVI
Entspannte SpielerStardew Valley, Undertale
Strategie-FansDivinity: Original Sin 2, Baldur's Gate 3
Action-LiebhaberMonster Hunter: World, Elden Ring
Jüngere Spieler / FamilienPokémon Karmesin/Purpur
Klassisches FantasyDragon Age: Origins

Kurze Faustregel: Wenn ihr nicht wisst, wo ihr anfangen sollt, nehmt The Witcher 3. Wenn euch das zu lang ist, probiert Undertale. Wenn ihr einen Mitspieler habt, startet mit Divinity oder Baldur's Gate 3. Ihr könnt nicht viel falsch machen.


Tipps für den perfekten RPG-Einstieg

Bevor ihr loslegt, noch ein paar Worte aus der Praxis:

Stellt den Schwierigkeitsgrad auf Normal oder Leicht. Es gibt keinen Grund zur Scham. Ihr seid hier, um Spaß zu haben und das Genre kennenzulernen – nicht um euch zu beweisen. Ein Spiel auf Easy durchzuspielen ist hundertmal besser als es auf Hard nach zwei Stunden frustriert wegzulegen.

Nicht alles auf einmal erkunden wollen. RPGs haben die Angewohnheit, euch mit Möglichkeiten zu überwältigen. Folgt einfach der Story. Die Systeme erklärt sich das Spiel von selbst, wenn ihr dranbleibt.

Mit einem Freund starten. Wer die Wahl hat, sollte Divinity: Original Sin 2 oder Baldur's Gate 3 als erstes RPG gemeinsam erleben. Koop-RPGs senken die Hemmschwelle enorm – und machen doppelt so viel Spaß.

Online-Guides sind kein Cheaten. Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis. In der RPG-Community gehören Wikis, Guides und Foren zur Kultur dazu. Niemand erwartet, dass ihr alles alleine herausfindet. Nutzt die Ressourcen.

Geduld mitbringen. Die ersten Stunden eines RPGs sind oft die härtesten. Das Spiel erklärt noch, ihr findet euren Rhythmus noch nicht. Bleibt dran. Ab einem bestimmten Punkt klickt es – und dann gibt es kein Zurück mehr.


Fazit: Euer erstes großes Abenteuer wartet

RPGs sind nicht für eine bestimmte Sorte Mensch gemacht. Sie sind für alle, die Lust haben, in andere Welten einzutauchen, Entscheidungen zu treffen und Geschichten zu erleben, die manchmal länger im Kopf bleiben als mancher Film.

Jeder Veteran auf diesem Gebiet – jeder, der heute stundenlang über Builds diskutiert und Lore-Videos auf YouTube schaut – war mal an dem Punkt, an dem ihr gerade seid. Niemand wird als RPG-Kenner geboren.

Das richtige Spiel zu finden ist der erste Schritt. Und mit dieser Liste habt ihr zehn verdammt gute Optionen.

Jetzt seid ihr dran: Welches Spiel war euer erstes RPG? Oder welches aus dieser Liste wollt ihr als nächstes ausprobieren? Schreibt es in die Kommentare – wir sind gespannt.

Wer noch tiefer ins Thema einsteigen will, findet auf gamingzeit.de weitere Guides für Einsteiger und Fortgeschrittene: von den besten Builds für Elden Ring bis zu versteckten Geheimnissen in Stardew Valley.


Was bleibt?

RPGs haben jahrzehntelang den Ruf getragen, ein Genre für eine eingeschworene Nische zu sein. Dieser Ruf war nie ganz fair – und er stimmt heute weniger denn je. Was diese Liste zeigt: Das Genre ist so breit und vielfältig, dass für jeden etwas dabei ist. Vom entspannten Farmspiel bis zum knallharten Bossfight, vom Indie-Kleinod bis zum 100-Stunden-Epos. Die eigentliche Einstiegshürde ist keine technische, sondern eine psychologische. Wer sie überwindet, entdeckt eines der reichhaltigsten Spielgenres überhaupt – und fragt sich hinterher, warum es so lange gedauert hat.

Sebastian Kraus
Geschrieben von

Sebastian Kraus

Weikersheim

Sebastian zockt seit über 30 Jahren — vom C64 über die PlayStation 1 bis zum heutigen Gaming-PC. Auf gamingzeit.de schreibt er über Konsolen, PC, Indie und Hardware.

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