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Creation Engine 3 bestätigt: Was Todd Howards Statement zu Fallout 5 und Elder Scrolls VI wirklich bedeutet
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Creation Engine 3 bestätigt: Was Todd Howards Statement zu Fallout 5 und Elder Scrolls VI wirklich bedeutet

Todd Howard hat offiziell bestätigt, dass beide Mega-Titel auf der neuen Creation Engine 3 laufen – doch was steckt hinter dem seltenen Statement?

Sebastian KrausVon Sebastian Kraus5 Min. Lesezeit

Todd Howard redet selten über Spiele, die noch nicht mal einen Schatten eines Release-Fensters haben. Umso bemerkenswerter, dass Bethesdas langjähriger Chef-Kreativkopf gegenüber Windows Central jetzt ganz konkret wurde: Sowohl Fallout 5 als auch The Elder Scrolls VI werden auf der Creation Engine 3 laufen. Windows Central Kein Rumgedruckse, kein "wir können das nicht kommentieren" – ein echtes Statement. Für Bethesda-Verhältnisse ist das fast schon ein Schock.

Das Statement: Was Todd Howard wirklich gesagt hat

Howard nutzte das Interview nicht nur, um die Engine zu bestätigen, sondern um gleichzeitig eine Philosophie zu skizzieren. Er verknüpfte die Ankündigung mit dem Thema unabhängige Creator und Modding – und nannte dabei ausgerechnet Roblox als Beispiel dafür, wie eine Plattform mit nutzergenerierten Inhalten funktionieren kann. Das klingt erstmal seltsam, macht aber Sinn, wenn man versteht, wohin Bethesda mit seiner Creator-Strategie will: Modding soll kein nachgelagertes Feature sein, sondern von Anfang an tief in die Engine eingebettet werden.

Gleichzeitig räumte Howard ungewohnt offen ein, was Fans eigentlich schon wussten, aber ungern hören: Fallout 5 steckt noch in der Vorproduktion. Der Großteil des Teams arbeitet an TES VI. play3.de Das ist keine Überraschung, aber es ist gut, dass es offiziell gesagt wurde.

Was ist die Creation Engine 3 – und wie unterscheidet sie sich von ihren Vorgängern?

Wer jetzt eine komplett neue Engine erwartet, wird enttäuscht sein – und das ist vielleicht auch gut so. Die Creation Engine 3 ist keine Revolution, sondern eine konsequente Weiterentwicklung der Engine, auf der bereits Starfield lief. GamePro Bethesda setzt bewusst auf Evolution statt Revolution – ein Ansatz, der auf den ersten Blick defensiv wirkt, aber handfeste Vorteile hat.

Die konkreten Verbesserungen sollen vor allem in drei Bereichen liegen: prozedurale Generierung, KI-Systeme und Open-World-Skalierung. Klingt nach Marketing-Sprech, aber gerade bei Starfield hat man gemerkt, wo die Engine an ihre Grenzen stieß – die leeren, prozedural generierten Planeten waren symptomatisch für ein System, das noch nicht reif war. Wenn CE3 das adressiert, wäre das tatsächlich ein echter Schritt nach vorne.

Elder Scrolls VI: Rückkehr zur Skyrim-Formel – aber mit moderner Technik

Howard hat betont, dass TES VI nach den Experimenten von Fallout 76 und Starfield bewusst zur klassischen Skyrim-Formel zurückkehrt. GamePro Das ist eine direkte Ansage: kein Online-Modus, keine Weltraum-Ambitionen, kein Scope-Creep. Einfach ein großes, dichtes, singleplayer-fokussiertes RPG. Für viele Fans klingt das wie Musik in den Ohren.

Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack. Dieses Jahr jährt sich die Ankündigung von TES VI zum achten Mal – und es gibt immer noch keinen Release-Termin, kein Gameplay, nicht mal einen richtigen Titel. play3.de Acht Jahre. Zum Vergleich: In der Zeit zwischen der ersten Ankündigung und dem Release von Skyrim lagen gerade mal vier Jahre.

Ein ehemaliger Skyrim-Entwickler hat beschrieben, wie stark Howard persönlich in die Produktion eingreift – bis in kleinste Details. Xbox Dynasty Das verspricht auf der einen Seite Qualität und eine kohärente Vision. Auf der anderen Seite erklärt es, warum Bethesda-Entwicklungszyklen so verdammt lang sind. Wenn eine Person jeden Schritt abnicken muss, geht das auf die Geschwindigkeit.

Fallout 5: Noch weit entfernt – aber Microsoft drückt aufs Tempo

Fallout 5 ist offiziell in der Vorproduktion. Ein realistischer Release vor 2030 gilt in der Branche als unwahrscheinlich – und selbst das wäre ambitioniert. Aber Microsoft sitzt Bethesda offenbar im Nacken. Giga Der Grund ist offensichtlich: Die Amazon-Serie hat die Fallout-Marke in eine andere Liga katapultiert. Millionen neue Fans, die jetzt ein Spiel wollen – und Bethesda kann ihnen keins liefern.

Die Lösung, die sich da anbahnt: Remaster. Die lange gemunkelten Neuauflagen von Fallout 3 und Fallout: New Vegas scheinen konkreter zu werden. Instagram Howard selbst hat laut Berichten bereits Bildmaterial von einem Fallout 3 Remaster gesehen. GameStar Instagram Das wäre eine clevere Brücke: Die Fans bekommen Fallout-Content, Microsoft kann Verkaufszahlen vorweisen, und Bethesda hat Zeit, TES VI und Fallout 5 vernünftig zu entwickeln.

Howard selbst hat Fallout-Fans zuletzt beruhigt und signalisiert, dass im Hintergrund mehr passiert als öffentlich kommuniziert wird. Reddit/r/Games Das klingt nach der klassischen "Vertraut uns"-Ansage – aber immerhin sagt er es.

Wie realistisch sind die Erwartungen – und was sollten Fans jetzt wissen?

Die Engine-Bestätigung ist ein positives Signal. Aber sie ersetzt keinen Release-Termin, kein Gameplay-Material, keine konkreten Versprechen. Bethesdas Entwicklungszyklen sind historisch gesehen brutal lang – zwischen Skyrim und Starfield lagen über zehn Jahre. GamePro Das Muster ist etabliert.

Und dann ist da noch eine Sache, die die Situation zusätzlich kompliziert: Todd Howard hat nach 31 Jahren bei Bethesda seinen Rücktritt verkündet. GameStar Er, der Mann, dessen Name untrennbar mit Skyrim, Fallout 4 und der gesamten Bethesda-Identität verbunden ist, geht. Wer TES VI und Fallout 5 dann tatsächlich über die Ziellinie bringt, ist offen. Das ist keine Kleinigkeit – es ist ein fundamentaler Umbruch für ein Studio, das sehr stark auf eine einzelne Führungspersönlichkeit ausgerichtet war.

Für alle, die die Wartezeit mit Fallout-Vibes überbrücken wollen: Das Corsair Nuka-Cola Edition Gaming-Headset bringt zumindest die Retro-Atmosphäre ins Wohnzimmer. CHIP Deals Kein Ersatz für ein echtes Spiel, aber hey – Vault-Boy-Ästhetik auf dem Kopf ist nie falsch.

Was bleibt?

Todd Howards Bestätigung der Creation Engine 3 ist das konkreteste Lebenszeichen, das Fans seit Jahren bekommen haben. Technisch klingt die neue Engine vielversprechend – wenn Bethesda die Versprechen einlöst, könnte TES VI das werden, was Starfield hätte sein sollen. Aber die zentrale Frage bleibt unbeantwortet: Kann ein Studio, das mit Starfield massiv Vertrauen verspielt hat, dieses Vertrauen mit dem nächsten großen Titel zurückgewinnen? Und kann es das ohne Todd Howard? Die Engine-Ankündigung ist ein Anfang. Mehr nicht. Erwartungen managen, Remaster genießen – und das Nuka-Cola-Headset schon mal laden.

Sebastian Kraus
Geschrieben von

Sebastian Kraus

Weikersheim

Sebastian zockt seit über 30 Jahren — vom C64 über die PlayStation 1 bis zum heutigen Gaming-PC. Auf gamingzeit.de schreibt er über Konsolen, PC, Indie und Hardware.

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