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Die 10 besten Soulslike-Spiele – von Einsteiger bis Hardcore
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Die 10 besten Soulslike-Spiele – von Einsteiger bis Hardcore

Ob erster Boss oder hunderter Durchlauf: Diese Spiele zeigen, warum das Genre nicht mehr aufzuhalten ist.

Sebastian KrausVon Sebastian Kraus8 Min. Lesezeit

Wer zum ersten Mal gegen einen Soulslike-Boss stirbt – und zwar nicht einmal, sondern zwanzig Mal in Folge –, fragt sich unweigerlich: Warum tut man sich das an? Die Antwort liegt irgendwo zwischen Masochismus und dem reinsten Spielerlebnis, das das Medium gerade zu bieten hat. Soulslikes sind 2026 kein Nischenphänomen mehr, sondern eines der meistdiskutierten Subgenres überhaupt.

Was macht ein Soulslike aus?

Im Kern geht es um drei Dinge: anspruchsvolle Kämpfe, die echtes Lernen verlangen; eine Bestrafung für Fehler, die sich anfühlt wie eine ehrliche Konsequenz statt billiger Frustration; und eine Atmosphäre, die Erkundung belohnt, auch wenn der nächste Raum dich umbringt. Das Fundament hat FromSoftware gelegt – zuerst mit Demon's Souls (2009), dann mit der Dark Souls-Trilogie, die das Genre quasi definiert hat.

Was damals als Geheimtipp unter hartgesottenen Spielern galt, ist heute Mainstream. Elden Ring hat sich laut aktuellen Zahlen über 28 Millionen Mal verkauft Eneba – Die besten Soulslike-Spiele 2026, und das Subgenre wächst weiter – mit neuen Titeln, die das Konzept immer weiter dehnen, von 2D-Pixelart bis Third-Person-Shooter.


Für Einsteiger: Sanfter Einstieg in eine harte Welt

Elden Ring

Klingt paradox, ist aber so: Das größte und komplexeste FromSoftware-Spiel ist gleichzeitig der beste Einstieg ins Genre. Der Grund ist die offene Welt. Wenn ein Boss dich zur Weißglut treibt, reitest du einfach in eine andere Richtung, levelst ein paar Stunden, und kommst stärker zurück. Dieses Sicherheitsnetz gibt es in klassischen Soulslikes nicht – hier schon.

Die Welt von Elden Ring ist außerdem so dicht und visuell beeindruckend, dass man auch ohne Kampf stundenlang beschäftigt ist. Für jemanden, der noch nie ein Soulslike angefasst hat, ist das der sanfteste mögliche Einstieg in ein Genre, das eigentlich für Gnadenlosigkeit bekannt ist.

Hollow Knight

Hollow Knight ist technisch gesehen ein Metroidvania, aber es atmet dieselbe Luft wie ein Soulslike: karge Welt, sparsame Erklärungen, Tod mit Konsequenzen. Der 2D-Ansatz senkt die Einstiegshürde spürbar – die Kamera macht nie Probleme, der Überblick bleibt erhalten. Dazu kommt ein Preis, der auch bei Vollpreis unter 15 Euro liegt, was das Risiko überschaubar macht.

Wer wissen will, ob das Genre generell etwas für ihn ist, ohne direkt 70 Euro zu investieren: Hollow Knight ist der richtige Test.

Salt and Sanctuary

Weniger bekannt als die anderen beiden, aber als Einstieg unterschätzt: Salt and Sanctuary übersetzt das klassische Dark-Souls-Feeling konsequent in 2D. Bonfires, Souls-Äquivalente, kryptisches Lore-Design – alles da, nur mit Seitenscroller-Perspektive. Das macht die Räumlichkeit vertrauter und die Kämpfe leichter einschätzbar. Für alle, die Hollow Knight zu verspielt und Elden Ring zu überwältigend finden, ist das die goldene Mitte.


Für Fortgeschrittene: Das Genre in seiner reinsten Form

Dark Souls Remastered

Irgendwann kommt man nicht drum herum. Dark Souls Remastered ist das Pflichtprogramm, das Fundament, auf dem alles andere aufbaut. Die Lernkurve ist knallhart – kein offenes Feld zum Ausweichen, keine freundliche Erklärung, keine zweite Chance. Aber wer dieses Spiel durchgespielt hat, versteht das Genre auf einem anderen Niveau.

Das interconnected World-Design von Lordran gilt bis heute als eines der durchdachtesten in der Spielegeschichte. Jede Abkürzung, die sich öffnet, fühlt sich wie eine echte Entdeckung an – nicht wie ein Tutorial-Marker.

Lies of P

Lies of P war eine der angenehmsten Überraschungen der letzten Jahre. Das südkoreanische Studio Neowiz hat sich das Pinocchio-Märchen vorgenommen und daraus ein düsteres, mechanisch eigenständiges Soulslike gebaut. Das Besondere: die Waffen lassen sich modular zusammensetzen – Klinge und Griff sind unabhängig voneinander austauschbar, was Build-Vielfalt auf eine neue Ebene hebt.

Die Story ist außerdem einer der wenigen Fälle im Genre, wo man wirklich wissen will, wie es weitergeht. Für alle, die Dark Souls mögen, aber mehr narrative Substanz suchen: hier entlang.

Mortal Shell

Kompakt, dunkel, eigenartig – Mortal Shell ist das Soulslike für alle, die nicht 80 Stunden investieren wollen, aber trotzdem das volle Genre-Erlebnis suchen. Das Hüllensystem ist die entscheidende Mechanik: Statt zu leveln, findet man die Körper gefallener Krieger und schlüpft in sie hinein, jede mit eigenen Werten und Fähigkeiten. Das klingt seltsam, funktioniert aber erstaunlich gut und gibt dem Spiel eine eigene Identität.


Für Genre-Veteranen: Wenn normal nicht mehr reicht

Sekiro – Shadows Die Twice

Hier hört der Spaß auf – im besten Sinne. Sekiro nimmt alles weg, was Soulslikes bisher als Krücke erlaubt haben: kein Leveln, kein Ausweichen als Hauptstrategie, kein Build, der einen schwachen Spieler kompensiert. Stattdessen: Parry oder sterben. Das Kampfsystem ist das präziseste, das FromSoftware je gebaut hat, und die Lernkurve verläuft senkrecht.

Dafür ist kein Spielerlebnis befriedigender als der Moment, wenn ein Boss, der einen zwanzig Mal getötet hat, plötzlich wie ein Anfänger wirkt. Sekiro ist das Spiel, das am härtesten bestraft und am lautesten belohnt.

Bloodborne

Exklusiv auf PlayStation, seit Jahren ohne PC-Port, und trotzdem Kult. Bloodborne ist das Genre-Ausreißer-Experiment, das perfekt funktioniert hat: Gothic-Horror-Setting, aggressiver Spielstil (wer ausweicht statt anzugreifen, verliert), und eine kosmische Horror-Story, die Lovecraft mehr schuldet als jedem anderen Medium.

Das Trick-Weapon-System – Waffen, die sich in zwei verschiedene Formen umwandeln lassen – ist bis heute einmalig. Wer eine PlayStation hat und das noch nicht gespielt hat: keine Ausrede mehr.

Nioh 2

Wenn Dark Souls zu einfach war, ist Nioh 2 die logische Konsequenz. Das Loot- und Build-System ist das tiefste im gesamten Genre – wer sich damit wirklich auseinandersetzt, steckt Hunderte von Stunden rein. Die Ki-Pulse-Mechanik, mit der man seinen Ausdauerbalken durch rhythmisches Timing regeneriert, ist so komplex, dass manche Spieler sie nach 50 Stunden noch nicht vollständig verstanden haben.

Für alle, die Systeme lieben und bereit sind, tief einzutauchen: Nioh 2 ist das Endgame des Genres.


Geheimtipps und unterschätzte Perlen

Remnant II

Remnant II macht etwas, das im Genre eigentlich niemand erwartet hatte: Es kombiniert das Soulslike-Framework mit Third-Person-Shooter-Mechaniken – und das funktioniert erschreckend gut. Dazu kommt ein kooperativer Multiplayer, der das Spiel mit Freunden zu einem völlig anderen Erlebnis macht als alleine. Die prozedural generierten Welten sorgen dafür, dass auch ein zweiter Durchlauf frisch wirkt.

Für alle, die Soulslikes mögen, aber lieber mit Abstand kämpfen – und am liebsten nicht alleine.

Blasphemous 2

Spanisches Dark-Fantasy-Pixelart, brutal und wunderschön in einem. Blasphemous 2 baut auf dem ersten Teil auf und liefert ein düsteres, religiös aufgeladenes Universum, das in seiner Bildsprache einzigartig ist. Die Bosskämpfe gehören zu den visuell beeindruckendsten im 2D-Genre, und das Gameplay ist präzise genug, um echten Soulslike-Fans zu gefallen.

Wer Hollow Knight mochte und etwas Dunkleres sucht: hier.

Weitere Geheimtipps

Kurz erwähnt, aber nicht vergessen: Thymesia für alle, die eine kompakte Herausforderung mit interessantem Pest-Mechanismus suchen; Steelrising für alle, die Soulslikes im Setting der Französischen Revolution noch nie ausprobiert haben. Beide Spiele werden oft übersehen, bieten aber solide Genre-Kost mit eigenem Spin – ideal für experimentierfreudige Spieler nach dem zehnten Elden-Ring-Durchlauf.


Welches Soulslike passt zu dir? Unser Fazit

Kurze Übersicht für alle, die direkt zur Entscheidung springen wollen:

SpielSchwierigkeitPlattformBesonderheit
Elden RingMittelPC, PS, XboxOffene Welt, ideal für Einsteiger
Hollow KnightMittelPC, Switch, PS, XboxGünstig, Metroidvania-Elemente
Salt and SanctuaryMittelPC, PS, Switch2D Dark Souls
Dark Souls RemasteredHochPC, PS, XboxGenre-Klassiker, Pflichtprogramm
Lies of PHochPC, PS, XboxStarke Story, modulare Waffen
Mortal ShellHochPC, PS, XboxKompakt, Hüllensystem
SekiroSehr hochPC, PS, XboxReines Parry-System, kein Leveln
BloodborneSehr hochPSGothic-Horror, aggressiver Stil
Nioh 2Sehr hochPC, PSTiefstes Build-System im Genre
Remnant IIMittel–HochPC, PS, XboxShooter-Hybrid, Koop

Einsteiger starten mit Elden Ring oder Hollow Knight – kein Diskussion. Genre-Interessierte, die schon ein bisschen Erfahrung haben, greifen zu Dark Souls Remastered oder Lies of P. Veteranen, die sich selbst bestrafen wollen, nehmen Sekiro oder Nioh 2.

Allgemeiner Tipp für den Start: Geduld ist keine optionale Tugend im Soulslike-Genre, sie ist die einzige Ressource, die wirklich zählt. Wer das verinnerlicht, wird merken, dass die Spiele deutlich fairer sind, als sie auf den ersten Blick wirken.

Welches Soulslike habt ihr zuerst gespielt – und welches hat euch am meisten überrascht? Schreibt es in die Kommentare.


Was bleibt?

Soulslikes sind 2026 kein Trend mehr, der gerade läuft – sie sind ein fester Bestandteil des Mediums geworden. Was FromSoftware mit Demon's Souls angestoßen hat, hat sich zu einem der kreativsten Subgenres der Spielegeschichte entwickelt: Jedes neue Spiel auf dieser Liste hat das Konzept weitergedacht, verdreht oder in ein völlig neues Setting übertragen. Die Kernidee bleibt dabei immer gleich – Scheitern als Lernprozess, nicht als Strafe. Dass das Millionen von Spielern anspricht, sagt mehr über die Qualität dieser Designphilosophie aus als jede Verkaufszahl. Das Genre wird weiter wachsen, neue Studios werden eigene Interpretationen liefern, und irgendwo sitzt gerade jemand vor seinem ersten Soulslike, stirbt zum zwanzigsten Mal am ersten Boss – und macht es zum einundzwanzigsten Mal.

Sebastian Kraus
Geschrieben von

Sebastian Kraus

Weikersheim

Sebastian zockt seit über 30 Jahren — vom C64 über die PlayStation 1 bis zum heutigen Gaming-PC. Auf gamingzeit.de schreibt er über Konsolen, PC, Indie und Hardware.

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