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Zelda: Ocarina of Time Remake – Nintendo bringt den Klassiker auf die Switch 2
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Zelda: Ocarina of Time Remake – Nintendo bringt den Klassiker auf die Switch 2

Am 5. November erscheint eines der einflussreichsten Spiele aller Zeiten neu aufgelegt – mit vertonten Sequenzen, moderner Grafik und Komfortfunktionen.

Sebastian KrausVon Sebastian Kraus5 Min. Lesezeit

28 Jahre. So lange ist es her, dass ein kleiner Elf namLink auf dem Nintendo 64 zum ersten Mal die Augen aufschlug und eine ganze Generation von Spielerinnen und Spielern für immer prägte. Jetzt macht Nintendo das Offizielle: The Legend of Zelda: Ocarina of Time kommt als Remake auf die Switch 2 – und zwar am 5. November 2026. Computerbase

28 Jahre später: Ein Klassiker kehrt zurück

Wer 1998 dabei war, erinnert sich noch genau: Ocarina of Time war nicht einfach ein gutes Spiel. Es war ein Moment. Ein Beweis, dass Videospiele Emotionen transportieren können wie kaum ein anderes Medium. Bis heute taucht der Titel in fast jeder "Beste Spiele aller Zeiten"-Liste auf – und das aus gutem Grund. Das Zeitreisesystem, die Dungeons, Hyrule Field bei Sonnenaufgang. Dinge, die sich ins Gedächtnis eingebrannt haben.

Die Ankündigung erfolgte im Rahmen eines Nintendo Direct und schlug weltweit ein wie eine Bombe. Playcentral Auf Reddit explodierten die Zelda-Subreddits, Twitter war kurzzeitig im Ausnahmezustand. Klar: Das hier ist kein normaler Release. Das ist Spielegeschichte, die zurückkommt.

Was ist neu? Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Nintendo hat beim Remake nicht einfach einen Grafikfilter drübergelegt und gut ist. Laut ersten Informationen und dem gezeigten Gameplay-Material bekommt Ocarina of Time eine komplett überarbeitete Grafik – optisch deutlich moderner, aber erkennbar dem Original treu. Kein Fremdkörper, sondern eine Aufwertung. Winfuture

Der vielleicht spannendste Punkt: Erstmals sprechen die Charaktere in Cutscenes. Vertonte Zwischensequenzen waren im Original schlicht nicht vorhanden – jetzt sollen sie die Immersion auf ein neues Level heben. Wie das klingt, wenn Zelda endlich eine echte Stimme bekommt oder Ganondorf seinen Monolog hält, dürfte eine der meistdiskutierten Fragen bis zum Release bleiben.

Dazu kommen neue Komfortfunktionen, die den Einstieg erleichtern sollen. Details dazu hat Nintendo bisher nur angedeutet, nicht ausführlich erklärt. Was genau darunter fällt – ein optionaler Hinweissystem, überarbeitete Speicherpunkte, modernisiertes Inventar – bleibt vorerst offen.

Was bleibt gleich? Das Herz des Originals

Keine Sorge, Nintendo dreht das Rad nicht komplett neu. Das Studio spricht von einem Remake, nicht einem Reboot – und das ist eine wichtige Unterscheidung. Die Story, die Dungeons, der komplette Aufbau des Spiels sollen unangetastet bleiben. Hyrule bleibt Hyrule. Link bleibt Link. Ganondorf bleibt der bedrohlichste Antagonist, den die Reihe je hatte.

Auch das zentrale Spielkonzept – die Zeitreise zwischen Kindes-Link und Erwachsenen-Link – ist fester Bestandteil des Remakes. Wer also das Original kennt und liebt, wird sich sofort zurechtfinden. Und wer die ikonische Musik von Koji Kondo befürchtet, irgendwie verändert zu bekommen: Alles deutet darauf hin, dass die Melodien erhalten bleiben. Das Song of Storms wird also weiterhin in Köpfen feststecken. Für Jahrzehnte.

Wie viel "Remake" steckt wirklich drin?

Hier wird's interessant – und ehrlich gesagt auch ein bisschen unübersichtlich. Die Frage, ob das hier ein vollwertiges Remake à la Final Fantasy VII oder eher ein aufgemotztes Remaster ist, lässt sich aktuell noch nicht sauber beantworten. PC Games Hardware

Der Vergleich mit anderen Nintendo-Projekten drängt sich auf: Das Link's Awakening Remake von 2019 war ein kompletter visueller Neuaufbau im Diorama-Stil, blieb spielerisch aber sehr nah am Original. Metroid Prime Remastered war technisch beeindruckend, aber eben ein Remaster mit modernen Anpassungen, kein Remake im eigentlichen Sinn. Wo landet Ocarina of Time auf dieser Skala?

Das Gameplay-Material zeigt deutlich überarbeitete Umgebungen – Hyrule Castle Town sieht aus wie eine echte Stadt, nicht mehr wie eine Handvoll Polygone. Aber ob auch die Spielsysteme selbst modernisiert wurden, ob etwa das Kampfsystem oder das Kamerasystem angefasst wurden, ist noch unklar. Die gelöschte Produktbeschreibung lässt vermuten, dass Nintendo noch nicht alle Karten auf den Tisch legen wollte.

Lohnt sich der Kauf – für Fans und Neulinge?

Für Neulinge ist die Antwort ziemlich eindeutig: Ja. Ocarina of Time auf dem N64 heute zu spielen ist technisch möglich, aber mit echten Hürden verbunden – veraltete Steuerung, niedrige Auflösung, kein Komfort. Das Remake nimmt diese Hürden weg und bietet den idealen Einstieg in einen der wichtigsten Teile der Zelda-Reihe. Wer die Geschichte von Link und Zelda noch nicht kennt, bekommt hier eine Chance, die so gut verpackt ist wie selten.

Für eingefleischte Fans ist es komplizierter. Wer das Original auswendig kennt, jeden Winkel von Kokiri Forest im Schlaf navigieren kann und die Water Temple-Albträume noch frisch in Erinnerung hat, der fragt sich zu Recht: Was bringt mir das wirklich? Die vertonten Sequenzen könnten ein echter Mehrwert sein – oder sie fallen enttäuschend aus, wenn die Stimmen nicht zu den inneren Vorstellungen passen. Das ist das Risiko bei Remakes von Spielen, die so tief im kollektiven Gedächtnis verankert sind.

Fazit: Ein Pflichttermin für den November

Der 5. November 2026 wird für Nintendo-Fans kein normaler Herbst-Release. Es ist die Rückkehr eines Meilensteins – eines Spiels, das die Art und Weise, wie wir über 3D-Actionadventures denken, grundlegend verändert hat. Ob das Remake all die Erwartungen erfüllt, die sich über fast drei Jahrzehnte angesammelt haben, wird sich zeigen. Die Zutaten stimmen jedenfalls: modernes Visuals, Sprachausgabe, Komfortfunktionen – und darunter ein Spiel, das seit 1998 bewiesen hat, dass es funktioniert.

Offene Fragen rund um Preis, Umfang und konkrete Features werden hoffentlich in den kommenden Wochen beantwortet. Gamingzeit.de wird das Spiel zum Release ausführlich testen und eine vollständige Review liefern – versprochen.


Was bleibt? Ocarina of Time ist kein Spiel, das man einfach remakt. Es ist kulturelles Erbe des Mediums – so prägend wie ein bestimmter Film, ein Album, ein Buch, das man nie vergisst. Was Nintendo hier tut, ist riskant und mutig zugleich: Sie legen die Hand an etwas, das für Millionen Menschen unantastbar wirkt. Gelingt es, eine neue Generation für dieses Abenteuer zu begeistern, ohne die Seele des Originals zu verbiegen, dann ist das Remake mehr als ein Produkt. Dann ist es eine Brücke zwischen zwei Spielergenerationen – und das wäre, ehrlich gesagt, ziemlich besonders.

Sebastian Kraus
Geschrieben von

Sebastian Kraus

Weikersheim

Sebastian zockt seit über 30 Jahren — vom C64 über die PlayStation 1 bis zum heutigen Gaming-PC. Auf gamingzeit.de schreibt er über Konsolen, PC, Indie und Hardware.

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